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Pressemitteilung

Henrik Eiben

Skulptur und Malerei

Ausstellungsdauer: 24.10.2018 – 26.01.2019

 Henrik Eiben eröffnet in der artgallery.munich mit S o n e t t seine erste Einzelausstellung in München. Aufmerksam wurde die artgallery.munich auf das Werk des in Hamburg ansässigen und 1975 in Tokio geborenen Künstlers auf der Auktion der Pinakothek der Moderne 2017. Es startete ein intensiver Austausch zwischen Künstler und artgallery.munich, die Eiben schließlich für das Ausstellungskonzept S o n e t t gewinnen konnte.

Titel sind integraler Bestandteil der Arbeiten Henrik Eibens und so klingt  S o n e t t nach der hochliterarischen Gedichtform, verweist aber ebenso subtil auf Eibens heiteren Blick auf München, der Stadt, die im ockerfarbenen Gelb einer Theatinerkirche leuchtet. Die Farbe Gelb war somit für die Einladungskarte zur Vernissage am 23. Oktober 2018 prädestiniert.

Zusammen mit Henrik Eiben wurde der Fokus für S o n e t t auf sein skulpturales Werk gelegt. Seither arbeitet der Künstler an einer Auswahl von über 15 Kunstwerken, die erstmals in München präsentiert werden. Eiben schafft Materialkompositionen aus Stoff, Metall, Plexiglas, Holz oder gar Bronze, die gewohnte Sichtweisen herausfordern und Materialität und Bildsprache in Form seiner Kunstobjekte in ephemere Momente verorten.

So sehr die Werke aufgrund ihrer reduzierten Formsprache Assoziationen zur Minimal Art hervorrufen, so überrascht das Werk Eibens in Leichtigkeit und Spontaneität. Es gibt Schnittstellen zu Malerei und Zeichnung zu entdecken, die Farbverläufen in Aquarellen gleich, ihren Raum einnehmen. Es offenbart sich in jedem Werk eine immerwährende Auseinandersetzung mit medienübergreifenden Kontexten von Skulptur, Objekt, Malerei und Zeichnung. Ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Qualität, Form und Raum werden immer wieder unter Spannung austariert.

Eibens Liebe für Materialitätästhetik entdeckte er am Maryland Institute College of Art, wo er im Fiber Department sich intensiv mit Stoffen aller Art auseinandersetzte. Bis heute näht er alle stoffähnlichen Elemente in seinen Skulpturen von Hand, die der Betrachter haptisch zu begreifen versucht.

Als Meisterschüler von Sylvia Bächli an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe ist seine immer wieder kehrende Suche nach Schnittstellen zur Malerei und Zeichnung selbstredend. Malerei in skulpturale Objekte zu transferieren, Farbverläufe trotzt harter Materialität zu generieren, ist Eibens Genius zu verdanken und es bleibt offen: ist Eiben Bildhauer oder Maler?